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Gegenüberstellung der Argumente

Teil2 - Argument 1:
Der Berliner Senat vs. Be-4-Tempelhof


Contra - "Zukunft statt Rückblick":

 

Pro - "Zukunft statt Rückblick":

Verkehrspolitisch liegt die Zukunft beim neuen, stadtnahen Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI), der jetzt auch rechtlich nicht gefährdet werden darf. BBI ist ein auf die zukünftigen Anforderungen des Luftverkehrs ausgerichteter, leistungs- und konkurrenzfähiger und zudem stadtnaher Flughafen.

 

Die Planungsgrundlagen für den Single Airport BBI (Schönefeld) stammen aus den frühen 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts einschl. einer daraus entwickelten Prognose, die für das Jahr 2007 17 Millionen, für das Jahr 2023 30 Millionen Fluggäste ausweist. Tatsächlich wurde die für 2007 prognostizierte Zahl bereits im Jahr 2006 überschritten: 18.506.506 Fluggäste auf allen drei Flughäfen: Berlin-Tegel, Berlin-Tempelhof und Schönefeld (Brandenburg).Somit ist schon heute klar, dass BBI den Flugverkehr allein nicht bewältigen kann. Ausbaumöglichkeiten sind durch Gerichtsbeschlüsse nicht gegeben: Zwei Start-/Landebahnen sind genehmigt worden, mehr dürfen nicht gebaut werden. Großflughäfen haben vier und mehr Start- und Landebahnen. Die Aussage, dass BBI ein auf die zukünftigen Anforderungen des Luftverkehrs ausgerichteter Flughafen sei, ist nicht haltbar. Das Gegenteil ist bereits erwiesen. Deswegen bauen die Brandenburger ja bereits ihre Flughäfen Schönhagen, Eberswalde-Finow, Brandenburg-Briest u.a. aus!

Er wird sich als Jobmotor erweisen und die Stadt wirtschaftlich voranbringen.

 

Der Ausbau von BBI schafft Arbeitsplätze, der Senat spricht von 40.000 neuen Jobs. Das wollen wir auch nicht bezweifeln. Wieso solle aber ein Weiterbetrieb des Flughafens Tempelhof mit derzeit ca. 500 Arbeitsplätzen BBI gefährden können? Hat Goliath Angst vor David?
500 Jobs in Tempelhof sind 500 Steuerzahler in Berlin! Wie können 40.000 Arbeitsplätze in Brandenburg die Stadt Berlin voranbringen? Die Umsätze und Einnahmen der Unternehmen am Airport BBI fließen in die Kassen des Landes Brandenburg!
Man darf nicht vergessen, dass der Beschluss den Flughafen Schönefeld zum Airport BBI auszubauen, vom Geist einer Länderfusion Berlin-Brandenburg getragen wurde, die dann aber leider ausfiel. Vor diesem Hintergrund war die Berliner Entscheidung für BBI ein Brautgeschenk, dass nicht zurück gegeben wurde. Doch diese Fusion ist in weite Ferne gerückt.

Auf dem alten Flughafengelände in Tempelhof werden innenstadtnah neue Wohnviertel, Gewerbegebiete und Freizeitmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt entstehen. Hier stehen nun allen Berlinerinnen und Berlinern neue Lebensräume zu Verfügung, um die uns andere Städte beneiden.

 

In Berlin herrscht ein erheblichen Wohnungsleerstand (ca. 160.000 bis 185.000 Wohnugen stehen leer) und Gewerbeflächen mit ca. 1.7 Millionen m² werden derzeit in Berlin angeboten.
Allein das Flughafengebäude steht zu über 50% leer (ca. 130.000 m²). Und nun soll nach einer Flughafenschließung die Gewerbeflächen vermietet werden können?

Für wie dumm hält der Senat eigentlich
die Berliner und Berlinerinnen?

Ganze Stadtviertel sind zu Problembereichen geworden. Wozu braucht Berlin noch mehr Leerstand? Der Volkspark Hasenheide, dem Flugfeld in Richtung Kreuzberg parallel gelegen, wird von den Anwohnern nur zum Drogenshopping und als Hundeauslaufgebiet genutzt. Dealern, die offen ihr kriminelles Drogengeschäft ausüben, sollen jetzt noch neue Kunden zugeführt werden? Kriminalität verschreckt die Menschen. Warum noch einen zweiten Park - praktisch daneben?
Andere Städte beneiden uns bereits um unseren innerstädtischen Flughafen, um unseren Grunewald und die Müggelberge. Sie beneiden uns um unsere Wasserflächen, Ausflugsdampfer, Kulturvielfalt, Sie beneiden uns um unsere Lebenslust und die "Berliner Schnauze". Insgesamt hat Berlin 41% Grün-, Wasser-, landwirtschaftliche Flächen - sie werden uns nicht wegen eines weiteren Parks beneiden!

Der Flugbetrieb in Tempelhof hatte in der Vergangenheit große Bedeutung für die Stadt. Aber inzwischen ist die Passagierzahl dort seit Jahren stark rückläufig, während sie anderswo überall ansteigt. Die großen Fluggesellschaften haben sich längst für die anderen Berliner Standorte entschieden. Jetzt muss es um neue Perspektiven gehen.

 

Nachdem der Beschluss zur Errichtung eines "Single-Airports" gefasst war, verlagerte 1995 die Lufthansa ihre Flüge nach Tegel und forcierte damit die Schließungsabsichten Tempelhofs.
Die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) betreibt seit 2003 zu 100% die Berliner Flughafengesellschaft mbH (BFG). Die jeweiligen geschäftsführenden Mitglieder sind jeweils personell identisch, d.h. Herr Dr. Rainer Schwarz ist Chef der BFG sowie der FBS.
(Quelle: http://www.berlin-airport.de).

Ziel der FBS/BFG war und ist die umgehende Schließung Tempelhofs. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde jedem Mietinteressenten und jeder Airline, die Berlin-Tempelhof anfliegen wollte, von der BFG mitgeteilt, dass der Flughafen demnächst geschlossen wird und somit ein Bleiben bzw. eine Investition sinnlos wäre. Dadurch hat sich der Leerstand der denkmalgeschützten Gebäude weiter vergrößert, aber sie müssen weiterhin gesichert und unterhalten werden.
Hier regelt nicht der Markt sondern die Politik das Passagieraufkommen. Der Flughafen könnte bei einer sinnvollen Nutzung durchaus wirtschaftlich arbeiten. Entsprechende Konzepte sind bereits vor Jahren erstellt und vorgestellt worden.

Tempelhof Retten Kampangenlogo der ICAT

    2. Argument lesen >>>  

 




Download wichtiger Dokumente, wenn Sie bei Be-4-Tempelhof e.V. mitarbeiten wollen.

Satzung (PDF) Aufnahmeantrag (PDF) Beitragsordnung (PDF)
     
Volksbegehren für das Weltkulturerbe
und den Denkmalschutz Tempelhofer Feld (PDF)